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Musikverein Umpfertal Boxberg Jahreskonzert begeistert das Publikum / Dirigent Stefan Bender verabschiedet

 

Festival orchestraler Melodienvielfalt

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Die erste Garnitur mit Markus Kiesel am Akkordeon bei „Hamburg – Das Tor zur Welt“.



Boxberg. Ein glücklicher Musikmaestro und Dirigent des Großen Blasorchesters, Volker Metzger, ebenso ein strahlender Vorsitzender Josef Knoblauch samt den Dirigenten der Jugendkapelle, Stefan Bender und Silke Metzger von der Miniband, die freudigen Gesichter der Musiker sowie ein volles Haus – so könnte man das Jahreskonzert des Musikvereins Umpfertal überschreiben.
Rhythmische Elemente aus dem musikalischen Reichtum der 120 Musiker verwandelte die Umpfertalhalle in ein Festival orchestraler Melodienvielfalt, einem Arrangement mit vielen Glanzlichtern und akrobatischen Vorführungen einer Piratenschau-spielgruppe Jugendlicher Aktiven bei dem Stück „Fluch der Karibik“.
Die Jugendkapelle unter Leitung von Stefan Bender begann den musikalischen Spaziergang mit dem Stück „Intrada Festiva“ von Michael Stoy. Die Jugendlichen kamen mit fünf Arrangements zum Zug, nach „Song of Israel“ und „Moutain Wind“ spielten sie sich mit voller Leidenschaft in „Disney Film Favourites“ ein und beendeten ihren Auftritt mit einem Stück von „Fascinating Drums“. Stefan Bender präsentierte die Stücke und lobte nochmals die jungen Musiker für ihre Glanzleistung beim Wer-tungsspielen in Mosbach. Er selbst verabschiedete sich nach zwei Jahren als Diri-gent, wenn auch schweren Herzens, und übergab an diesem Abend den Dirigentenstock an den langjährigen Aktiven und zweiten Vorsitzenden Edgar Adelmann. Josef Knoblauch, der durch den Abend führte, würdigte dessen fruchtbare Arbeit mit den Jugendlichen.

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Jüngsten zeigen ihr Können
Die jüngsten im Verein, die „Miniband,“ zeigte unter Silke Metzger ihr Können aus „Sunny Samba“, „Beauty and the Beast“ mit der Solistin Marie Podolsky und bei „Concerto for Faculty and Band“. Große Leidenschaft und Dynamik war in allen Stücken zu verspüren.

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Silke Metzger resümierte mit viel Witz und Charme das Beispiel einer Übungsstunde mit ihren 22 Schützlingen, wofür sie viel Beifall erntete. Auf einer Großleinwand präentierte sich das musikalische Bühnengeschehen auch für die Gäste im hintersten Teil der Halle.

Mit der „Jubilee Overture“ von Philip Sparke begann die erste Garnitur ihr Programm, folgend mit dem Highlight des Abends „Hamburg – das Tor zur Welt“ von Guido Rennert. Damit eröffnete das 65-köpfige Orchester seine ersten konzertanten Höhenflüge in der Umpfertalhalle.

Die sinfonische Dichtung, meisterlich komponiert von Guido Rennert, nahm die Zuhörer mit auf eine musikalische Zeitreise durch die Geschichte der Elbmetropole – vom Mittelalter bis zur Neuzeit. Die große Auswandererwelle aus dem 19. Jahrhundert, Schiffssirenen tuten, zwölf Glockenschläge des Michels, dem Hamburger Wahrzeichen ertönen und erinnern an die verheerenden Bombenangriffen auf die Stadt 1943.

Im Saal herrschte Totenstille, in Gedanken verneigten sich die Zuhörer, und immer wieder dazwischen ein Akkordeonspieler, Markus Kiesel, erinnert dabei treffend an das Wirken des großen Schauspielers Hans Albers. Die große Sturmflut des Jahres kommt und Klänge der Beatles waren zu hören und natürlich ein Spaziergang über die sündige Reeperbahn erinnerte an das bunte Geschehen in Hamburg. Großer Beifall mit stehenden Ovationen ernteten dafür die großen Meister ihres Fachs, vor allem aber Volker Metzger.

Nach „Unser Präsident“, einem zackigen Marsch, Karl Hofmann gewidmet, gingen die Musiker über zu Kurt Gäble („Wir Musikanten“) und „Mary Poppins“. Die Bühne veränderte sich bei „Fluch der Karibik“ in eine großangelegte „Piratenbande“ aller Musiker aus der Mini- und Jugendband, die mit Gold und Silber handelten und dabei um Hab’ und Gut kämpften. Ein großes Piratenschiff fuhr ein und brachte bei kräftigen Nebelschwaden viel Bewegung auf die Bühne. Eine schauspielerische und akrobatische Höchstleistung aller jungen Akteure, die mit großer Freude ihre Rollen spielten, ein mitreißender Hingucker innerhalb des Konzerts.

Und nochmals kam Guido Rennert zum Zug mit dem Abschlusssinfonic-Portrait „The Beatles“ einem gigantischen Beatlessound.

Laura Geldenbott bekam die „Grüne Jacke“ von Josef Knoblauch zum Zeichen der neuen Zugehörigkeit im großen Blasorchester, die sie, so hoffe er, lange tragen werde.
Nach einer Zugabe verabschiedete sich das große Blasorchester beim beifallklatschenden Publikum, dem sich der Boxberger Bürgermeister Christian Kremer anschloss mit Dankesworten für den wohl nicht mehr zu toppenden musikalischen Abend aller musikalischen Meister und mit einer Zusage der Anschaffung eines neues Instruments ihrer Wahl.

© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 05.12.2017